KULT kritisiert Fahrpreiserhöhung beim KVV

KULT kritisiert Fahrpreiserhöhung beim KVV

Für Bürger sind Preis, Verlässlichkeit und Taktung entscheidend

04. Dezember 2018

Die KULT-Fraktion kritisiert die anstehende Preiserhöhung des KVV. Ab Sonntag, 9. Dezember, gelten die um durchschnittlich rund 2,7 Prozent erhöhten Ticketpreise. Schon im letzten Jahr wurden die Preise um 2,4 Prozent erhöht. „Es spitzt sich immer weiter zu: Die Preise steigen, die Qualität nimmt ab. In der letzten Aufsichtsratssitzung des KVV stimmten wir daher erneut gegen die Erhöhung“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Erik Wohlfeil.

Die KULT-Fraktion setzt sich seit Jahren für konstante Tarife ein, insbesondere bei Monats- und Jahreskarten. Dies sei entscheidend, um den Umstieg vom Auto auf den umweltfreundlichen ÖPNV in der Region und in Karlsruhe weiter zu fördern. „Wir wollen verlässliche und bequeme Mobilität, die für den schmalen Geldbeutel keine Belastung darstellt“, macht Uwe Lancier, verkehrspolitischer Sprecher von KULT und Aufsichtsratsmitglied bei den VBK, deutlich. Der anhaltend unzuverlässige Nahverkehr in der Region, vor allem aber die Preiserhöhungen für Stammkunden bewirkten das Gegenteil. „Nachhaltige Kundenbindung sieht anders aus.“ Wichtig sei zuvorderst, dass die Bahnen endlich wieder konstant ihre Strecken und Fahrpläne einhalten. Dann müsse ein attraktives Tarifangebot dazukommen. Die KULT-Fraktion freut sich auch über den Positionswechsel der SPD zum Thema: „Wir setzen uns schon lange für eine Angebots- und Preisoffensive ein“, ergänzt Lancier.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick nach Stuttgart: Ab 1. April 2019 wird das Tarifzonensystem des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart einfacher und übersichtlicher. Aus den bisher 52 Tarifzonen werden fünf Ringzonen im Kerngebiet. Die Cityzonen Stuttgart werden zusammengelegt und Einpendler nach Stuttgart fahren so günstiger. „Solch ein deutliches Signal zur Förderung des ÖPNV stünde dem KVV gut zu Gesicht“, sagt KULT.

Beitragsbild: KULT-Fraktion