„Entwicklung rund ums Franz-Rohde-Haus steuern”

„Entwicklung rund ums Franz-Rohde-Haus steuern“

KULT will Bebauungsplan für Areal zwischen Dragoner- und Ludwig-Marum-Straße

Karlsruhe, den 06. März 2018

Am kommenden Donnerstag wird der städtische Planungsausschuss in öffentlicher Sitzung einen Antrag der Kult-Fraktion aus dem Jahr 2016 behandeln. Kult setzte sich damals für einen Bebauungsplan zum Erhalt des Franz-Rohde-Hauses in der Dragonerstraße ein. Doch seither hat sich die Situation dort massiv verändert: Der frühere Eigentümer Stadtmission verkaufte das Baudenkmal an einen Freiburger Investor, der auf einem daneben liegenden Grundstück im Inneren des Quartiers ein Ergänzungsgebäude errichten will.

„Nach mehr als einem Jahr Warten auf die Verwaltung mussten wir auf die veränderte Lage reagieren“, macht Stadtrat Lüppo Cramer deutlich, bei Kult für Planungsfragen zuständig, „deshalb haben wir den Antrag überarbeitet.“ Darin sieht die Kult-Fraktion einen Bebauungsplan für den gesamten Block Dragoner-, Wendt-, Ludwig-Marum- und Blücherstraße als notwendig. Mit zwei Zielen: Erhalt der Sachgesamtheit „Franz-Rohde-Haus und Park“ mit ihrer Denkmaleigenschaft in ihrer jetzigen Form; Erhalt der verbliebenen Freiräume im Inneren des Blocks entsprechend den städtischen Leitgedanken aus anderen dicht bebauten Quartieren. „Zudem muss die Stadt baldigst eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Aufstellung des Bebauungsplans und zum Bauvorhaben Dragonerstraße 4-6 / Blücherstraße 20 durchführen.“

Denn nur mithilfe eines Bebauungsplans könnten Stadtverwaltung und Gemeinderat die Entwicklungen und damit auch die Bebaubarkeit „dieses wertvollen Weststadtquartiers“ nachhaltig steuern. „In einer Gemeinderatsvorlage aus dem Herbst 2017 hat die Verwaltung das selbst so formuliert“, so Cramer. Damit hätten Oberbürgermeister und Stadtplanungsamt den Bürgerinnen und Bürgern einen Bebauungsplan versprochen. Für die Kult-Fraktion ist klar: „Eine Abkehr von dieser städtischen Haltung wäre nicht vermittelbar.”

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