Stadion als Multifunktionsarena

Stadion als Multifunktionsarena

Antrag

  1. Die Stadt bereitet die Nutzung eines etwaigen neuen Stadions im Wildpark als Multifunktionsarena vor. Diese soll insbesondere für publikumswirksame Extremsportarten und TV-Events nutzbar sein, unter Beteiligung geeigneter Fangruppen. Die Stadt kooperiert dazu mit dem Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix e.V. (im folgenden KSC) und dem Fanprojekt. Auch die Karlsruher Hooligans sollen eingebunden werden.
  1. Die Einzelheiten der Aufteilung der einmaligen sowie der laufenden Kosten und Aufgaben sowie der Einnahmen aus Eintritt und der Veräußerung von Übertragungsrechten regelt die Stadt vertraglich mit dem KSC.
  1. Aufgrund der gesellschaftlichen Relevanz der öffentlichen Veranstaltungen bemüht sich die Stadt um das Einhalten einer Geschlechterquote von 30% bei den Teilnehmenden. Sie ergreift dazu geeignete Maßnahmen.
  1. Um Punkt 3 zu erfüllen, ist eine Erweiterung der angebotenen Veranstaltungen zu prüfen. Trendige Sportarten wie Mudwrestling oder Stangenakrobatik sind im HighEnd des Market Demands angesiedelt und haben eine gute Financial Input-Output-Relation.
  1. Die Öffentlichkeit soll sich mit Ideen und Anregungen für neue Veranstaltungen beteiligen können. Die Stadt führt dazu geeignete Bürgerbeteiligungsverfahren durch.
  1. Der ZJD wird beauftragt, einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, wie das Modell ohne Haftungsrisiko für Stadt und KSC umgesetzt werden kann.
  1. Die Stadt gründet zusammen mit dem KSC zur Vermarktung eine eigene Gesellschaft mit eigener Geschäftsführung (jeweils mindestens eine Person von der Stadt und dem KSC).
  1. Das Projekt wird kostenkontrolliert entwickelt.

a) Sollte die Projektgruppe zu dem Ergebnis kommen, dass es wie eine Stadthalle für Karlsruhe essentiell und alternativlos ist, entfällt das kostenkontrollierte Verfahren.

b) Notwendiges, aber nicht hinreichendes Kriterium für die Anwendung von 7a sind Kosten größer gleich 10.000.000 Euro.

  1. Die Verwaltung berichtet regelmäßig über den Stand der Umsetzung des Projekts an den Gemeinderat und alle betroffenen Ausschüsse und Beiräte – insbesondere Sportausschuss, Kleine Kommission Wildparkstadion, Hauptausschuss, Personalausschuss, Strukturkommission, Ausschuss für Umwelt und Gesundheit, Ausschuss für Wirtschaftsförderung und dem Migrationsbeirat. Die Berichte sollen im ersten Jahr vierteljährlich, im zweiten Jahr halbjährlich und ab dann jährlich erfolgen (ausgenommen Schaltjahre).
  1. Der Gemeinderat beschließt zur Planung und Umsetzung 0,0078125 VZW (1/128 Stelle), was vollkommen ausreichen sollte.

Sachverhalt / Begründung:

Aufgrund von Ausschreitungen mancher „Fans“ musste der KSC in der Vergangenheit des Öfteren Strafzahlungen an die DFL leisten (zuletzt in der Saison 2014/15 insgesamt 65.000 Euro). Um diese Zahlungen zukünftig einstellen zu können und um neue Erträge für den KSC zu generieren, fordert die KULT-Fraktion eine Nutzungserweiterung des neuen Fußballstadions als Multifunktionsarena.

Damit leisten wir unseren Beitrag dazu, dass der KSC seine Pacht in (ferner) Zukunft (irgendwann einmal) ohne jegliche Probleme und somit fristgerecht an die Stadt zahlen oder gar eine funktionierende Online-Ticket-Software für Relegationsspiele beschaffen kann. Des Weiteren verspricht sich die KULT-Fraktion von dem Projekt, „Problem-Fans“ bereits vor den Spielen zielgerichtet aus dem Verkehr zu ziehen. Dies sorgt für eine freundliche Atmosphäre bei Heimspielen des KSC und schützt die echten Fans vor Gewalt, was einen wesentlichen Beitrag zum familienfreundlichen Stadionbesuch darstellt.

Unterzeichnet von:

Max Braun                Erik Wohlfeil

sowie KULT-Fraktion

 

Antragsverlauf

30.06.2015
Antrag
noch offen
Stellungnahme der Verwaltung
noch offen
Beschluss des Gemeinderates
Mehrheitlich abgelehnt (§11 GO-GR)