Künstlerkolonie Hinterm Hauptbahnhof: Konzept erstellen

Künstlerkolonie Hinterm Hauptbahnhof: Konzept erstellen

Antrag

  1. Die Stadt Karlsruhe ertüchtigt die Gebäude der Künstlerkolonie hinterm Hauptbahnhof schnellstmöglich so weit, dass die Gebäude wieder benutzbar und sicher sind.
  2. Die Stadt Karlsruhe entwickelt zeitnah ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Areals Hinterm Hauptbahnhof. Dabei soll die Nutzung als Ateliergelände im Mittelpunkt stehen, eingebunden in eine Vermarktungsstrategie für das gesamte Areal Schwarzwaldstraße südlich des Bahnhofs
  3. Die Stadt Karlsruhe prüft, ob die KFG mit der Konzept- und Projektentwicklung betraut werden kann.

Sachverhalt / Begründung:

Das aktuelle Angebot städtischer Atelierräume ist begrenzt und deckt bei weitem nicht den Bedarf. Das Areal der Künstlerkolonie „Hinterm Hauptbahnhof“ umfasst ein Drittel der städtischen Ateliers. Der Erhalt der Künstlerkolonie scheint aber auch aus Marketinggründen sinnvoll. Denn eine attraktive Entwicklung des Areals – mit mehreren Bestandsgebäuden, zum Teil unter Denkmalschutz – zu einem kreativen Raum macht das Gesamtareal südlich des Hauptbahnhofs auch für Investoren interessanter (vgl. Erfahrungen aus dem Alten Schlachthof).

Das Areal kann zugleich ein weiteres Aushängeschild der Karlsruher Kreativenszene werden. Vor allem Reisende mit der Bahn bekämen quasi im Vorbeifahren einen ersten Eindruck vom „künstlerischen“ Karlsruhe.

Ein erster Schritt sollte die Sicherung des Bestandes sein. Aufgrund der baulichen Mängel müssen die Gebäude für eine anhaltende Weiternutzung langfristig umfassend saniert werden. Das Gelände sollte städtebaulich entwickelt werden.

Das Areal soll zukünftig vor allem der Kulturförderung dienen. Da viele, vor allem junge Künstler auf der Suche nach geeignetem Atelierraum sind, wäre eine temporäre Vergabe der Ateliers mit Verlängerungsmöglichkeit denkbar. Vom Kulturamt geförderte Staffelmieten, die mit den Jahren steigen, befördern eine gewollte Fluktuation. Erfolgreiche Künstler, die sich auf dem freien Markt Ateliers leisten können, sind von einer Anmietung ausgeschlossen.

Die KFG hat mit der Entwicklung des Schlachthof-Areals bereits Erfahrung mit der Entwicklung eines „Kreativ-Areals“. Die Antragsteller sehen hier den geeigneten Partner für die Konzeptentwicklung und Umsetzung.

Unterzeichnet von:

Lüppo Cramer                    Max Braun                Erik Wohlfeil

Dr. Eberhard Fischer          Uwe Lancier

Antragsverlauf

30.06.2015
Antrag
noch offen
Stellungnahme der Verwaltung
28.07.2015
Beschluss des Gemeinderates
Der Gemeinderat hat der aktualisierten Beschlussvorlage der Verwaltung mehrheitlich zugestimmt, beim Punkt 5 einstimmig.
Die Punkte aus den Anträgen der Fraktionen sind darin eingearbeitet worden.