Folgerungen aus ka300 – Konzept für temporäre Kunst im öffentlichen Raum

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Folgerungen aus ka300 – Konzept für temporäre Kunst im öffentlichen Raum

Antrag: Folgerungen aus ka300 – Konzept für temporäre Kunst im öffentlichen Raum

Die Stadt Karlsruhe entwickelt in Zusammenarbeit mit dem ZKM ein Konzept für die temporäre Ausstellung von Kunstwerken im öffentlichen Raum und für die Erinnerung an solche Ausstellungen im Internet.

Sachverhalt / Begründung:

Der Karlsruher Stadtgeburtstag und der Festivalsommer ka300 fanden in der Karlsruher Bevölkerung, aber auch national und international großen Anklang und positive Resonanz. Ein besonders gewürdigter Teil des Festivalsommers ka300 waren die temporär ausgestellten Kunstwerke im öffentlichen Raum im Rahmen von „Die Stadt ist der Star“ (als Teil der Globale). Das Projekt in Zusammenarbeit mit dem ZKM ermöglichte auf innovative Weise einen überraschenden Blick auf die Stadt, ihre Plätze und Straßen.

Zudem hatte die Aktion große Öffentlichkeitswirksamkeit: Nicht nur der Strafzettel an Erwin Wurms an der Wand des Weinbrennerhauses geparktem Kunstwerks „Truck“ fand in der internationalen Presse große Beachtung. Auch die weiteren Kunstwerke, wie das über dem Marktplatz hängende Haus „Pulled by the Roots“ von Leandro Erlich erhielten national und international große Anerkennung. Vor allem aber waren die Kunstwerke für die Karlsruherinnen und Karlsruher ein spannender Teil ihres Alltags und ein Anziehungspunkt für die Gäste der Stadt.

Damit die Stadt Karlsruhe auch weiterhin von diesem Effekt profitiert, ist eine Fortführung der temporären Ausstellung von Kunstwerken im öffentlichen Raum zu wünschen. Dazu bedarf es eines Konzepts. Die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem ZKM sollte bei der Erstellung des Konzepts für die temporäre Ausstellung von Kunst im öffentlichen Raum weitergeführt werden. Der Prozess wird von der Erfahrung, dem Wissen und den Kontakten des ZKM deutlich profitieren. Andere kulturelle Akteure aus der Stadt sollten eingebunden werden.

Ein neuer Ansatz, nicht nur für Karlsruhe, wäre, wenn die Kunst nach dem Verschwinden im öffentlichen ein Echo im virtuellen Raum hinterließe (z. B. als „Augmented Reality“). Wer mit einem geeigneten Gerät (heute meist ein Smartphone) den Ort aufsucht, findet die Installation oder dessen „Schatten“ dann dort noch vor.

Zum öffentlichen Raum gehören in naher Zukunft auch die unterirdischen Haltestellen Kombilösung. Dem modernen Gestaltungskonzept der Haltestellen steht ein temporäres Bespielen vor allem mit Licht- oder Videokunst nicht entgegen. Auch für so ein wechselndes Bespielen der zukünftigen unterirdischen Haltestellen wäre das ZKM ein kompetenter Partner.

Unterzeichnet von:

Lüppo Cramer    Dr. Eberhard Fischer    Uwe Lancier

 

Antragsverlauf

10.11.2015
Antrag
noch offen
Stellungnahme der Verwaltung
08.12.2015
Beschluss des Gemeinderates
Weitere Beratung im Kulturausschuss
Bildnachweis: Sonja Döring