Erweiterung des Fahrradparkplatzkonzepts im Innenstadtbereich

Erweiterung des Fahrradparkplatzkonzepts im Innenstadtbereich

Antrag

  1. Die Stadtverwaltung erweitert die Fahrradabstellmöglichkeiten für Fahrräder mit Anhängern im Innenstadtbereich, einschließlich einer besseren Kennzeichnung von Fahrradabstellmöglichkeiten. Eine Zielsetzung dabei: die Problematik des „Wildparkens“ eindämmen.
  2. Die Stadtverwaltung erarbeitet eine Erweiterung des Konzepts für Fahrradstellplätze im Innenstadtbereich, um

Fahrradabstellplätze in Parkhäusern;
Fahrradstellplätze mit dazugehörigen Gepäckschließfächern bzw. zum Einschließen des beladenen Fahrrads;
sichere Stellplätze mit Lademöglichkeit für Pedelecs.

  1. Die Stadtverwaltung tritt dazu in Kontakt mit Geschäftsleuten und Hausbesitzern im Innenstadtbereich.

Sachverhalt / Begründung:

Wie bekannt, steht Anfang 2017 – pünktlich zum Drais-Jubiläum – eine erneute Zertifizierung der Stadt Karlsruhe als „Fahrradfreundliche Stadt“ an. Um diese Auszeichnung auch zukünftig führen zu dürfen, müssen weitere hochwertige Fahrradabstellplätze in der Innenstadt geschaffen werden (Vorlage Radlerforum 04.12.2014).

Zu einer Fahrrad-Großstadt gehören adäquate Park- und Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder, einschließlich Fahrradgespannen und dem dazugehörigen Fahrradgepäck. Dies wurde auch in verschiedenen Radlerforen bereits festgehalten. Mit dem anhaltenden und begrüßenswerten Zuwachs des Radverkehrs in Karlsruhe wird dieser Bedarf weiter ansteigen. Insbesondere der Anstieg von Fahrradgespannen, deren schwierige Park- und Abstellsituation sowie die Zunahme von Pedelecs bedingen ein erweitertes Fahrradparkplatzkonzept.

Bei den Stellplätzen muss zwischen langer und kurzer Aufenthaltsdauer der Fahrradbesitzer und damit den Anforderungen der Abstellmöglichkeiten unterschieden werden. Für Fahrradfahrer, die eine längere Aufenthaltsdauer in Karlsruhe anstreben, eignen sich beispielsweise Parkplätze in Parkhäusern oder neu errichtete Fahrradparkboxen mit entsprechenden Möglichkeiten der Gepäckaufbewahrung. Insbesondere bei geringer Flächenverfügbarkeit können Fahrradparkhäuser punkten. Geprüft werden soll auch, inwieweit bestehende Fahrradabstellanlagen für den wachsenden Bedarf von Fahrradgespannen ausgebaut werden können. Bestehende und zukünftig geschaffene Fahrradabstellmöglichkeiten sollten besser ausgewiesen werden.

Ein Problem im Stadtbild stellt das „Wildparken“ dar. Deshalb sollte die Stadt eine Zusammenarbeit mit Geschäftsleuten und Hausbesitzern im Innenstadtbereich anstreben, um auch in hochfrequentierten Bereichen ausreichend Fahrradabstellmöglichkeiten zur Verfügung stellen zu können.

Unterzeichnet von:

Lüppo Cramer            Max Braun                         Erik Wohlfeil

Uwe Lancier               Dr. Eberhard Fischer

 

Antragsverlauf

12.05.2015
Antrag
30.06.2015
Stellungnahme der Verwaltung
30.06.2015
Beschluss des Gemeinderates
In die Ausschüsse verwiesen