Breitbandversorgung in Karlsruhe

Breitbandversorgung in Karlsruhe

Antrag

Der Gemeinderat beauftragt die Stadtverwaltung und geeignete Unternehmen aus dem „Konzern Stadt Karlsruhe“, eine Strategie für eine zukunftsgerichtete und flächendeckende Ausstattung mit Breitbandanschlüssen (mindestens 100 MBit/s) zu entwickeln:

  • Maßnahmen, um Haushalte und Gewerbe in Karlsruhe flächendeckend mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen
  • Verlegung von Leerrohren für Glasfaser, die danach Telekommunikations-Anbietern bereitgestellt werden
  • Evaluierung alternativer Glasfaser-Verlegemethoden (wie z.B. in Gas- und Wasserleitungen).

Als Ziel gibt der Gemeinderat eine abgeschlossene Untersuchung bis Mitte 2015 vor und eine sich anschließende Berücksichtigung der Vorschläge bei städtischen und privaten Baumaßnahmen, auch in Verbindung mit der Region.

Sachverhalt / Begründung:

Um weiterhin eine Führungsrolle in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu halten, muss Karlsruhe bereits heute den mittelfristigen Ausbau einer zukunftsfesten Telekommunikations-Infrastruktur planen. Dazu gehört ein flächendeckendes Glasfasernetz, das im Gegensatz zu bestehenden Kupferleitungen auch in Zukunft weiter aufrüstbar ist. Eine Versorgung aller Haushalte und Gewerbe in Karlsruhe mit einer Bandbreite von 50 MBit/s lässt sich kurzfristig erreichen. Mittelfristig (bis spätestens 2020) muss eine flächendeckende Versorgung mit 1 GBit/s das Ziel sein, um nicht den Anschluss an andere Technologiezentren weltweit zu verlieren. Diese Geschwindigkeiten sind mit der herkömmlichen, auf Kupferleitung basierenden Infrastruktur nicht zu erreichen. Daher sollte eine zukunftweisende und leicht technologisch aufrüstbare Glasfaser-Infrastruktur geschaffen werden. Wenn nicht sofort damit angefangen wird, die Entwicklung einer Internetversorgung mit hoher Bandbreite zu unterstützen, droht Karlsruhe sehr schnell abgehängt zu werden.

Gerade für die in Karlsruhe immer stärker werdendes StartUps, bei denen es sich vor allem um neue Unternehmen der IKT-Branche handelt, ist die Breitbandversorgung ein immens wichtiger Standortfaktor. Auch die privaten Haushalte müssen versorgt werden. Für die Beschäftigten der in Karlsruhe so gut aufgestellten Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche ist der Breitbandanschluss ein wichtiger Anreiz, nach Karlsruhe zu kommen und hier zu bleiben.

Auf eine Anfrage der Grünen aus dem Jahr 2014 antwortete die Stadtverwaltung noch abwiegelnd. Mittlerweile, das hat sich erst jüngst bei einer Regionalkonferenz der TRK gezeigt, drängt vor allem die Wirtschaft auf noch schnellere Anschlüsse und eine Zukunftsstrategie hinsichtlich der Breitbandversorgung. Aufgrund dieser drängenden und zukunftsbestimmenden Bedürfnisse kann der weitere Ausbau der schnellen Internetversorgung nicht allein privaten Anbietern überlassen werden.

 

Unterzeichnet von:

Lüppo Cramer            Uwe Lancier          Dr. Eberhard Fischer

Erik Wohlfeil               Max Braun

 

Antragsverlauf

17.03.2015
Antrag
24.04.2015
Pressemitteilung
28.04.2015
Stellungnahme der Verwaltung
28.04.2015
Beschluss des Gemeinderates
mit Stellungnahme der Verwaltung einverstanden