Baggersee Grötzingen – Vogelbestand schützen

Baggersee Grötzingen – Vogelbestand schützen

Anfrage

  1. Welche konkreten Maßnahmen lassen sich aus dem diesjährigen Einbruch des Bruterfolgs am Baggersee Grötzingen ableiten?
  2. Könnte eine deutlichere und widerstandsfähigere Einteilung der Nutzungszonen (Badestelle, Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet) den Brutvogelbestand besser schützen?
  3. Sind Maßnahmen geplant, um die unterschiedlichen Nutzungsansprüche am Baggersee Grötzingen besser miteinander in Einklang zu bringen?
  4. Welche Kosten sind auf städtischer Seite mit den Maßnahmen zum Schutz des Brutvogelbestands zu erwarten?

Sachverhalt / Begründung:

Nach der Erteilung der Genehmigung des Badebetriebs am Grötzinger Baggersee brach nach Mitteilung des Naturschutzbundes (NABU) Karlsruhe vom 16.09.2015 der Bruterfolg einiger am See heimischer Vogelarten gegenüber den Vorjahren ein oder blieb gänzlich aus. Diese Entwicklung wurde augenscheinlich durch Missachtung der Begrenzungen (Bojen, Hinweisschilder, Umzäunungen) der empfindlichen Uferzonen und des Naturschutzgebietes hervorgerufen.

In der Gemeinderatssitzung zum Thema waren sich alle Fraktionen einig, dass die Genehmigung des Badebetriebs am Grötzinger Baggersee einen Kompromiss darstellt. Es komme auf die Einhaltung der festgelegten Verordnung an, wie lange die Regelung bestand habe. Oberbürgermeister Dr. Mentrup hielt in der Sitzung fest, dass wenn dieser Kompromiss fehlschlagen sollte und die Nutzer sich nicht an die Regeln halten, man die jetzige Regelung auf den Prüfstand stellen und eventuell wieder rückgängig machen werde.

Für den Schutz des Freizeit- und ökologischen Werts des Baggersees Grötzingen ist ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Miteinander aller Nutzergruppen unabdingbar.

Unterzeichnet von:

Dr. Eberhard Fischer (KAL)          Erik Wohlfeil (Piraten)

 

Anfrageverlauf

15.12.2015
Anfrage
Baggersee Grötzingen –Vogelbestand schützen
16.02.2016
Stellungnahme der Verwaltung