StadtZeitung: Kältehilfe für Obdachlose erweitern

Kältehilfe für Obdachlose erweitern

Eiskalte Nächte können für Obdachlose auf der Straße und in Parks schnell lebensgefährlich werden. Deutschlandweit sind in diesem Winter bereits zehn obdachlose Menschen im Freien gestorben. Um auf dieses Problem hinzuweisen und um die tödlichen Folgen zu vermeiden, haben wir beantragt, die bestehende Karlsruher Kältehilfe um einen Kältebus zu erweitern.

Karlsruhe ist seit Jahren in der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe vorbildlich. So stehen obdachlosen Menschen, die das reguläre Unterbringungsangebot der Wohnungslosenhilfe nicht annehmen, von Oktober bis April zwei Unterkünfte als Erfrierungsschutz zur Verfügung. Frauen und Männer erhalten für die Nacht in separaten Unterkünften ein warmes Bett, eine Duschmöglichkeit und auf Wunsch unterstützende Beratung. Doch das Angebot kann nicht immer mit dem Bedarf mithalten. So hat die AWO jüngst den von ihr betriebenen Erfrierungsschutz für Frauen vergrößert.

Kältebus und Kältetelefon helfen

Der Kältebus ist aus unserer Sicht eine wichtige Ergänzung des vorhandenen Angebots der Wohnungslosenhilfe. Bevor unser Antrag im Gemeinderat beraten werden konnte, hat das Deutsche Rote Kreuz bereits einen Kältebus für Karlsruhe initiiert. Toll! Durch diese zusätzliche aufsuchende Betreuung können nun notleidende Menschen, die Notunterkünfte aus eigener Kraft nicht mehr erreichen können, vor dem Kältetod bewahrt werden. Andere, die eine Notunterkunft ablehnen, können von den Ehrenamtlichen mit Tee und Decken versorgt werden.

Und sollten Sie eine hilflose Person bemerken, sprechen Sie sie bitte direkt an und rufen im Notfall Hilfe über die 112.

Max Braun
KULT-Stadtrat

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