StadtZeitung: Der Dieselbetrug – Auswirkungen auf die Stadt?

Der Dieselbetrug – Auswirkungen auf die Stadt?

Bereits im Oktober 2018 beantragte die KULT-Fraktion eine Prüfung, ob und wie viele Fahrzeuge der  Stadtverwaltung und der städtischen Gesellschaften durch den Dieselbetrug betroffen sind. Auch sollten Handlungsmöglichkeiten ausgearbeitet werden, wie mögliche Wertverluste durch die Hersteller der Fahrzeuge kompensiert werden können.

Die Recherche, welche Fahrzeuge im Fuhrpark von Stadt und Tochterunternehmen betroffen sind, gestaltet sich offenbar aufwendiger als erwartet. Statt im November wird unser Antrag jetzt im Januar behandelt – vielleicht zu spät.

Denn das Land Baden-Württemberg hat noch im Dezember 2018 eine entsprechende Klage gegen VW und Audi eingeleitet damit keine Verjährungsfrist versäumt wird. Vermutlich mit guten Chancen: schon am 14. November 2018 hatte das Landgericht Augsburg zugunsten eines privaten Kunden entschieden, dass VW einen Kauf aus 2012 vollständig rückabwickeln müsse.

Seit Bestehen der KULT-Fraktion ist es unser erklärtes Ziel, alternative Fahrzeug- und Antriebskonzepte auf ihre Einsatzmöglichkeit in der Stadt zu prüfen: Wasserstoff, Flüssiggas, Strom, Erdgas und Muskelkraft… Neben weniger Lärm und Platzbedarf verursachen alternative Antriebe geringere oder keine Abgase. So werden Fahrverbote vermieden und die Gesundheit der Menschen in Karlsruhe geschont.

Wir sind gespannt, ob die Stadt betroffene KFZ von den Herstellern stadtklimafreundlich nachgerüstet oder gar ersetzt bekommt – oder ob wir auf den Kosten für Ersatzbeschaffung und Nachrüstung sitzen bleiben. So oder so haben wir jetzt die Chance, den städtischen Fuhrpark klimafreundlicher aufzustellen.

Uwe Lancier
KULT-Stadtrat

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