Kältehilfe: Kältebus und Kälterufnummer für Karlsruhe

Kältehilfe: Kältebus und Kälterufnummer für Karlsruhe

  1. Die Stadt Karlsruhe erweitert die bestehende Kältehilfe für obdachlose Menschen mit der Einrichtung eines Kältebusses. Dafür wird eine Kooperation mit Akteuren der Obdach- und Wohnungslosenhilfe, freien Trägern, Institutionen und Behörden angestrebt.
  2. Die Stadtverwaltung richtet zudem eine eigene Kälterufnummer ein.

Sachverhalt / Begründung:

Bei frostigen Temperaturen kann es für Obdachlose auf der Straße und in Parks schnell lebensgefährlich werden. In Karlsruhe stehen obdachlosen Menschen von Oktober bis April zwei Unterkünfte als Erfrierungsschutz zur Verfügung. Aktuell gibt es 56 Schlafplätze für Männer und acht für Frauen. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren 579 Personen in Karlsruhe obdachlosenrechtlich untergebracht. Die Dunkelziffer an Obdachlosen dürfte höher liegen und die Tendenz ist seit Jahren weiter steigend.

Durch eine zusätzliche aufsuchende Betreuung von Obdachlosen durch einen Kältebus könnten in den Wintermonaten notleidende Menschen in Karlsruhe vor einem Kältetod bewahrt werden: Helfer versorgen Bedürftige mit Tee, Essen, Schlafsäcken und Decken. Zudem könnten Obdachlose, welche die Notunterkünfte aus eigener Kraft nicht mehr erreichen können, gezielt aufgesucht und unterstützt werden. Zahlreiche Kommunen verfügen inzwischen über solche Kältebusse und verringern somit in ihren Städten die Gefahr von Kältetoten.

Flankiert werden sollte diese Maßnahme mit der Einrichtung einer zusätzlichen Kälterufnummer. Unter dieser Nummer könnten sich Hilfesuchende melden aber auch Menschen, welche Hilfesuchende entdecken.

Unterzeichnet von:

Lüppo Cramer
Max Braun
Michael Haug
Uwe Lancier
Erik Wohlfeil

Antragsverlauf

13.12.2018
Antrag
17.12.2018
Pressemitteilung
Stellungnahme der Verwaltung
22.01.2019
Beschluss des Gemeinderates
Beitragsbild: CC0 License Pexels.com

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  1. Pingback: KULT-Fraktion Karlsruhe - KULT beantragt Kältebus für Obdachlose

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