Einrichtung einer internetbasierenden Wohnungstauschbörse für Immobilien der Volkswohnung

Einrichtung einer internetbasierenden Wohnungstauschbörse für Immobilien der Volkswohnung

Die Stadt bietet unter Schirmherrschaft ihrer Tochtergesellschaft Volkswohnung GmbH eine internetbasierende Wohnungstauschbörse für die Mieterinnen und Mieter der volkswohnungseigenen Immobilien an.Die Stadt erarbeitet zudem Richtlinien, nach denen ein Wohnungstausch ablaufen soll und welche Prämien tauschwilligen Mietern angeboten werden. Ziel: lebensabschnittsgerechte Wohnungen für Alleinstehende, Familien mit Kindern, Rentner und andere.

Sachverhalt / Begründung:

Die Stadt hat die Pflicht, eine flächendeckende, bedarfsgerechte und bezahlbare Wohnraumversorgung in Karlsruhe sicherzustellen. KULT ist überzeugt, dass ein wichtiger Hebel zur Lösung der Wohnraumproblematik in der Demografie liegt. Denn statistisch gesehen sinken mit zunehmendem Alter die Haushaltsgrößen, die Wohnungsgrößen steigen und die Nachfrage nach kleineren, bedarfsgerechten und kostengünstigen Wohnungen nimmt zu. Zugleich steigt bspw. bei jungen Familien der Bedarf nach größeren Wohnungen an. Auf dem Karlsruher Wohnungsmarkt gibt es aber kein ausreichendes Angebot, um die Bedarfe abdecken zu können. Ein Baustein zur Entspannung der Situation kann dabei der Wohnungstausch sein.

Der Wohnungstausch sollte auf einer städtischen Online-Plattform organisiert werden. Jeder Mieter der Volkswohnung kann sich dort für einen Wohnungs­tausch melden, wenn seine jetzige Wohnung nicht mehr bedarfsgerecht ist. Der Wohnungstausch muss dabei ein freiwilliges Angebot darstellen und sollte von städtischer Seite vor allem beworben und begleitet werden. Beispiele für eine funktionierende Wohnungstausch-Plattform gibt es in Frankfurt am Main oder Wien.

Parallel dazu sollten Stadt und Volkswohnung Anreize zur Freimachung von größeren unterbelegten Wohnungen setzen: Umzugsprämien gewähren oder Umzugs- und Renovierungskosten erstatten. Für die Zukunft ist denkbar, dass sich auch private Eigentümer an der Wohnungstauschbörse unter den dann etablierten Richtlinien beteiligen.

Übergeordnetes Ziel sollte es sein, eine der Wohnungsgröße entsprechende Nutzung aus sozialen, gesundheitlichen, finanziellen oder beruflichen Gründen zu ermöglichen.

Unterzeichnet von:

Erik Wohlfeil
Michael Haug
Uwe Lancier
Max Braun
Lüppo Cramer

Antragsverlauf

21.08.2018
Antrag
23.10.2018
Stellungnahme der Verwaltung
23.10.2018
Beschluss des Gemeinderates
mit Stellungnahme einverstanden
Beitragsbild: CC0 License Pexels.com

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