StadtZeitung: Karlsruher Pass stärken – Armut bekämpfen

Karlsruher Pass stärken – Armut bekämpfen

Armut schränkt Lebensqualität und Zukunftsaussichten enorm ein – gerade bei Kindern. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, an Bildung, Sport und Kultur auch außerhalb der Schule sollte allen Karlsruherinnen und Karlsruhern, Erwachsenen und Kindern möglich sein, unabhängig vom Einkommen. Es war daher eine richtungsweisende Entscheidung, 2006 den Karlsruher Kinderpass und später den Karlsruher Pass für sozial benachteiligte Menschen (wieder) einzuführen.

Der Karlsruher Pass beinhaltet unter anderem freien oder vergünstigten Eintritt in viele Einrichtungen wie den Zoo, das Naturkundemuseum oder bei Spielen des KSC. Mit dem Pass können dessen Inhaber ein Sozialticket für den KVV beantragen.

Kinder nehmen vergünstigt an Ferienprogrammen in der Stadt teil. Der Gemeinderat beschloss im vergangenen Jahr den berechtigten Personenkreis zu erweitern. Nun können auch Wohngeldberechtigte und Personen, deren Einkommen bis zu 10 Prozent über dem Sozialhilfesatz liegt, den Pass beziehen. Ein Schritt in die richtige Richtung!

Allerdings: Aktuell sind etwa 25.000 Karlsruherinnen und Karlsruher passberechtigt – aber 2014 beantragten ihn nur 11.500 Personen! Diese Zahl wollen wir von KULT steigern. Doch wie erreichen wir alle Bezugsberechtigten und ermutigen sie, den Pass zu beantragen?

Als Folge eines Antrags meiner Fraktion will die Stadtverwaltung eine Informationskampagne starten. Antragstellung zukünftig in einer Bürogemeinschaft von Stadtjugendausschuss, Jobcenter und Sozialamt, also stigmatisierungsfrei.

Der Karlsruher Pass – ein Erfolgsmodell. Das Modell lässt sich übertragen. Deshalb unterstützen wir seine Ausweitung in die Region; finanziert durch die dortigen Gemeinden.

Max Braun
KULT-Stadtrat

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