Wildpark – kein Ende, wetten?

Wildpark – kein Ende, wetten?

Wie optimistisch klangen in den vergangenen Tagen die öffentlichen Äußerungen, egal ob aus der Stadtverwaltung, dem Gemeinderat, der Presse oder den Reihen der KSC-Fans. Wie schrieb die BNN doch auf der Titelseite am 4. Oktober so verheißungsvoll: „Karlsruhe will ein neues Stadion bauen“. Oder heute, 8. Oktober: Vision nimmt Gestalt an“. Aber schon ein paar Zeilen und vor allem eine Seite weiter liest der geneigte Leser: Der KSC, vertreten durch Boss Wellenreuther, nennt Knackpunkte.

Erstens das Parkdeck für alle vor dem Stadion, auf dem Birkenparkplatz – aus KSC-Sicht unverzichtbar (für 14 Millionen Euro Baukosten, im derzeitigen Budget nicht drin). Zweitens der Anteil des Bauunterhalts, den der KSC tragen soll. Laut bisherigen Verhandlungen sind das bis zu 1,3 Millionen Euro pro Jahr und zwar für das infrastrukturelle Gebäudemanagement (unter anderem die Pflege der Spielflächen sowie deren Austausch, der Parkraumbetrieb des Hospitality-Parkdecks für die Vielzahler, die Reinigung der Innen-/Außenflächen sowie der Winterdienst); den Rest des Bauunterhalts trägt die Stadt. Zu hoch, sagt der KSC, seien die 1,3 Millionen. Dazu kommt die KSC-Forderung an die Stadt, die alten Stadionwälle zu entsorgen, statt auf dem Wildpark-Gelände zu verwenden – Kostenpunkt für das schadstoffbelastete Material wären schlappe 14,5 Millionen Euro.

„Nix in de Dasch, awwer Aasprich.“ Das deckt sich mit meinen Erwartungen. Wollen wir wetten: Am Ende liegt wie vor Jahren ein fertiger Vertrag für ein neues Stadion auf dem Tisch und der KSC unterschreibt nicht! Vielleicht kann er auch nicht, weil eben nichts in der Tasche. Aber dann gibt es auf ein weiteres Jahrzehnt kein neues Stadion. Und mehr Entgegenkommen als jetzt kann die Stadt dem KSC nicht entgegenbringen. Eine kostendeckende Pacht wird nämlich von der EU und der Kommunalaufsicht gefordert und vom Steuerzahler erwartet. Mehr Runterrechen geht nicht, gibt’s nicht.

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