Zukunft des Franz-Rhode-Hauses wieder ungewiss

Zukunft des Franz-Rhode-Hauses wieder ungewiss

KULT-Fraktion enttäuscht über Ablehnung des städtischen Vorkaufrechts

Karlsruhe, den 26. September 2017

Die Kult-Fraktion zeigt sich konsterniert über den Entschluss von Gemeinderat und Stadtverwaltung, das Franz-Rohde-Haus nicht zu erwerben. „Über das Ziehen der Karte ‚Vorkaufrecht‘ hätten wir die Chance gehabt, das Kulturdenkmal in seiner Gänze zu schützen“, erklärt KULT-Stadtrat Lüppo Cramer die Enttäuschung seiner Fraktion. Nun seien Haus und Garten als Gesamtdenkmal wieder gefährdet. „Wir hätten uns gewünscht, dass die Stadt ihrer Verantwortung, stadtbildprägende Bauten zu schützen, gerecht wird“, verdeutlicht Cramer die Position der Kult-Fraktion. Deshalb habe man auch einen Antrag gestellt, das Vorkaufsrecht wahrzunehmen und das Gebäude einer sozialen oder kulturellen Nutzung durch die Stadt zuzuführen. Leider habe man dafür keine Mehrheit im Gemeinderat gewinnen können. „CDU, SPD, FDP und Oberbürgermeister legen die Zukunft des Franz-Rohde-Hauses lieber die Hände eines Investors.“

Die dem Gemeinderat bekannten Pläne des zukünftigen Investors beinhalten allerdings starke Eingriffe in die Bausubstanz des Hauses und die Gesamtheit des Gartens. „Denkmal ist das ganze Gebäude, nicht nur die Fassade. Und geschützt ist der ganze Garten, nicht nur ein Teil“, nimmt Cramer Bezug auf die Stellungnahme des Oberbürgermeisters, der vor allem die Straßenansicht des Franz-Rohde-Hauses erhalten will. Die KULT-Fraktion wird die weiteren Planungen und Vorgänge zum Franz-Rohde-Haus aktiv begleiten und hofft auf einen durchsetzungsstarken Denkmalschutz: „Wir erwarten strenge Vorgaben an den Investor.“

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