KULT-Fraktion unterstützt Kleingartenverein am Technologiepark

KULT-Fraktion unterstützt Kleingartenverein am Technologiepark

Zweite Zufahrt zum Technologiepark verhindern // Kleingärten schützen

Karlsruhe, den 04. April 2017

Die Kult-Fraktion unterstützt in einem Schreiben an Baubürgermeister Michael Obert die Kleingartenanlage am Technologiepark (TPK). Hintergrund ist die Wiederaufnahme des Bebauungsplans „Technologiepark Karlsruhe – Vogelsand“. Die Stadtverwaltung möchte darin mit einer zweiten Zufahrt zum TPK vom Hirtenweg zur Ada-Lovelace-Straße eine Entlastung der aktuellen Verkehrssituation im Bereich des TPK erreichen. „Nicht auf dem Rücken der Kleingärtner. Es gibt andere Möglichkeiten!“ verdeutlich Michael Haug, Mitglied im Bauausschuss, den Kult-Standpunkt.

Bereits im April 2015 befasste sich Kult bei einem Vor-Ort-Termin mit der Verkehrssituation des TPK und den Auswirkungen der geplanten Verbreiterung der Zufahrten. Damals sollten etwa siebzehn bestehende Kleingärten entfallen; in der aktuellen Planung sollen diese siebzehn massiv verkleinert werden. „Schon 2015 war der Stadtverwaltung das Ausmaß ihres Vorhabens überhaupt nicht bewusst. Erst ein weiterer Vor-Ort-Termin mit allen Beteiligten verdeutlichte die Brisanz und kippte den Bebauungsplan“, erinnert sich Lüppo Cramer.

Weshalb das Vorhaben jetzt wieder aufgegriffen werde, kann sich die Fraktion nicht erklären. Denn aus Sicht der Kult-Fraktion existieren zur Verkehrsberuhigung im TPK kostengünstigere und nachhaltigere Maßnahmen, die dazu noch ohne Eingriffe in die Kleingärten auskommen. „Ein Parkverbot an der Zufahrt und über die Länge der Albert-Nestler-Straße könnte die ungehinderte Zu- und Abfahrt des Geländes ermöglichen, auch während der Hauptverkehrszeiten, für Lkw wie Pkw“, erklärt Stadtrat Haug. Langfristig sei zudem eine weitere Zufahrt zum TPK von Norden her geplant. Mit Blick auf die jüngste Debatte und Abstimmung im Gemeinderat bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans 2030 Wohnen befürchtet die Kult-Fraktion, dass Karlsruhes Kleingärtner derzeit wenig Unterstützer in den Reihen von Verwaltung und manchen Fraktionen hätten.

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