KULT kritisiert Fahrpreiserhöhung beim KVV

KULT kritisiert Fahrpreiserhöhung beim KVV

Für Bürger sind Preis, Verlässlichkeit und Taktung entscheidend

Karlsruhe, den 10. Oktober 2017

Die Kult-Fraktion kritisiert die anstehende Preiserhöhung des KVV. Ab Sonntag, 10. Dezember, gelten die um durchschnittlich rund 2,4 Prozent erhöhten Ticketpreise. „Jedes Jahr das Gleiche: Die Preise steigen, die Qualität nimmt ab. In der letzten Aufsichtsratssitzung des KVV stimmten wir daher zum wiederholten Mal gegen die Erhöhung“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Erik Wohlfeil.

Die Kult-Fraktion setzt sich seit Jahren für konstante Tarife ein, insbesondere bei Monats- und Jahreskarten. Dies sei entscheidend, um den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV in der Region und in Karlsruhe weiter zu fördern. „Und wir wollen umweltfreundliche und bequeme Mobilität, die für den schmalen Geldbeutel und einkommensschwache Haushalte nicht zur Belastung wird“, macht Uwe Lancier, verkehrspolitischer Sprecher von Kult und Aufsichtsratsmitglied bei den VBK, deutlich. Der anhaltend  unzuverlässige Nahverkehr in der Region, vor allem aber die Preiserhöhungen für Stammkunden mit ihren Monats- und Jahreskarten bewirkten das Gegenteil. „Nachhaltige Kundenbindung sieht anders aus.“ Die Kult-Position: Damit sich überhaupt höhere Preise rechtfertigen lassen, müssten die Bahnen endlich wieder konstant ihre Strecken und Fahrpläne einhalten.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick nach Norden: In Frankfurt werden die Tagestickets und Einzelfahrscheine günstiger und ein spezielles Seniorenticket eingeführt. Insgesamt erhöht der dortige Rhein-Main-Verkehrsverbund in den kommenden drei Jahren seine Tarife um nur durchschnittlich maximal 1,5 Prozent pro Jahr. „Solch ein deutliches Signal für den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn stände dem KVV gut zu Gesicht“, sagt Kult.

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