KULT in digitalen Welten

KULT in digitalen Welten

Öffentliche Fraktionssitzung zu Digitalisierung: Fraktion besuchte „Open Codes“ im ZKM

Karlsruhe, den 30. Januar 2018

Bei ihrer letzten Fraktionssitzung lud die Kult-Fraktion in die Ausstellung „Open Codes – Leben in digitalen Welten“ im ZKM ein. Die Themen der Sitzung waren auf den Rahmen zugeschnitten: Schwerpunkt war das Zusammenspiel von Digitalisierung und Kommunalpolitik. So sieht Kult beispielsweise einen Livestream aus dem Gemeinderat als technisch umsetzbar und vor allem geeignet, die Stadtpolitik direkt erlebbar zu machen.

Zu Beginn des Abends führte Professor Peter Weibel, Leiter des ZKM, die Stadträte und politikinteressierten Gäste der Kult-Fraktion durch die Ausstellung. „Open Codes“ präsentiert und generiert Wissen über den digitalen Fortschritt. „Hier wird deutlich, was das ZKM in der internationalen Museumslandschaft so einmalig macht. Das wollen wir uns unbedingt mit kundiger Erläuterung ansehen“, begründete Fraktionsvorsitzender Erik Wohlfeil den Besuch. Besonders die Installation YOU:R:CODE beeindruckte die Besucher: Kameras nehmen die Person vor den Projektionsflächen auf und stellen sie in unterschiedlichen digitalen Codes dar. „Wir werden ständig digital durchleuchtet“, ist Kult-Stadtrat Uwe Lancier überzeugt, „auch in der Arbeitswelt, im Alltag und der Politik werden wir ständig maschinell beobachtet und eingebunden.“ Ein Mitglied von Entropia, des Karlsruher Chaos Computer Clubs, zeigte dabei auf das Projekt Daten|Spuren, das bei aktiviertem Smartphone-WLAN die elektronischen Fingerabdrücke der Umstehenden in einem Netz darstellt. Michael Haug, ebenfalls Kult-Stadtrat, wirft ein: „Diese Ausstellung zeigt konsequent Möglichkeiten von digitalen Ansätzen auf. Da ist manches auch unheimlich.“

Weiteres Thema der Sitzung im „Ackerspace“ der Ausstellung war Politik in sozialen Medien: Videos würden in sozialen Medien sehr gut ankommen, sagte eine Mitwirkende. Konsequenz für die Fraktion: „Social Media ist im Wesentlichen ein Kanal für kurze, prägnante Information. Hier kann man aufmerksam machen, aber komplexe Themen dürfen für Likes nicht inhaltlich vereinfacht werden“, sagt Haug.

Die Politiker und Politikinteressierten diskutierten auch, wie Digitalisierung das innerstädtische Mobilitätskonzept voranbringt: „Wenn wir Mobilität als Serviceleistung verstehen, müssen alle verschiedenen Angebote gut ineinandergreifen“, so Stadtrat Lancier. Tenor der Diskussion: Eine Mobilitäts-App, die Leistungen aller Anbieter verknüpft, muss her! „Dann steigt man am Fernbusterminal gleich aufs Leihfahrrad oder wird gleich zur richtigen S-Bahn geleitet“, so Lancier weiter.

Gerne wird Kult in naher Zukunft die Gastfreundschaft und die kreative Atmosphäre des ZKM wieder in Anspruch nehmen. „Die Ausstellung ist definitiv mehr als einen Besuch wert“, befindet der Fraktionsvorsitzende.

Pressemitteilung zum Download

#OpenKULT #KULTZKM