KULT für mehr öffentliche Toiletten

KULT für mehr öffentliche Toiletten

Kostenloser Zugang – dem demografischen Wandel gerecht werden

Karlsruhe, den 1. Februar 2017

Die Kult-Fraktion setzt sich für den Ausbau öffentlicher Toilettenanlagen in Karlsruhe ein. Die WCs sollen kosten- und barrierefrei sein und möglichst viel Platz bieten. „Wir müssen einer älter werdenden Gesellschaft Rechnung tragen“, erklärt Kult-Stadtrat Michael Haug. Schließlich nehme mit zunehmendem Alter die Häufigkeit eines notwendigen Toilettenbesuchs zu. Barrierefreie Zugänge und ein ausreichendes Platzangebot erleichtern vielen Bevölkerungsgruppen den Toilettenbesuch. Deshalb unterstütze die Fraktion den Angebotsausbau der „Toilette für alle“, die auch von schwerst­mehrfachbehinderten Menschen genutzt werden könne. „Für uns ist das ein Teil der Daseinsvorsorge, zu der wir verpflichtet sind“, führt Haug weiter aus.

Gerade an Plätzen mit viel Publikumsverkehr, sowie an Spielplätzen, in Park- und Grillanlagen müsse das Angebot an Klos ausreichend sein, um „Wildpinkeln“ einzuschränken. Hier sieht die Fraktion noch Ausbaubedarf, zum Beispiel beim Spielplatz vor der Drais-Schule. Die Fraktion werde deshalb den Plänen der Stadt, Anlagen zu schließen oder Nutzungsgebühren zu erheben, nicht zustimmen.

Die Fraktion sieht in einem umfassenden Angebot an kostenfreien öffentlichen Toiletten auch eine Stärkung des touristischen Angebots der Stadt: „So wie  man die Qualität eines Restaurants auch an der Sauberkeit der ‚stillen Örtchen’ erkennen kann, so tragen freundliche, saubere Toiletten bei den Besuchern unserer Stadt zu einem positiven Bild von Karlsruhe bei“, ist sich Haug sicher.

Keinesfalls wolle man Werbefirmen dieses Feld überlassen. „Hier geht es um die Gestaltung des öffentlichen Raums, zum Teil an zentralen Plätzen der Stadt. Da wollen wir keine 08-15-Architektur aus einem Katalog“, erklärt Stadtrat Lüppo Cramer. Historische Toilettenanlagen wie beispielsweise am Gutenbergplatz fügten sich in die Umgebung ein. Natürlich  müsse das Innere der Häuschen modernsten Standards entsprechen und gepflegt sein. „Außen hui, innen pfui geht gar nicht“, stellt Cramer klar.

Den von der Stadtverwaltung angekündigten Ausbau der „netten Toilette“ unterstützt die Fraktion. Dieses Angebot könne aber nur eine Ergänzung zu einem umfassenden Netz kostenfreier öffentlicher Klos sein.

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