Erweiterung des KIT am Adenauerring: Teilrückzug der Tschira-Stiftung birgt Chancen für Stadtentwicklung

Erweiterung des KIT am Adenauerring: Teilrückzug der Tschira-Stiftung birgt Chancen für Stadtentwicklung

KULT-Fraktion erinnert an Erhalt des Botanischen Gartens des KIT

Karlsruhe, den 21. September 2017

Die Kult-Fraktion sieht im jetzt bekanntgewordenen Teilrückzug der Tschira-Stiftung am Adenauerring große Chancen für die weitere stadträumliche Entwicklung. Die aktuelle Situation biete die Möglichkeit, die in der Karlsruher Bürgerschaft kontrovers diskutierten Planungen in Teilen zu überdenken. „Leider haben die Verantwortlichen der Stadt es verpasst, einen entsprechenden städtebaulichen Wettbewerb für den geplanten KIT-Neubau Campus Süd auszuloben“, erinnert Kult-Fraktionsvorsitzender Erik Wohlfeil an die Forderung seiner Fraktion. „Der Gemeinderat, die Stadtverwaltung und das KIT können nun Weitsicht für die weitere Nutzung beweisen“, zeigt sich Wohlfeil (Piraten) vorsichtig optimistisch.

Für Kult steht eine zeitnahe und transparente Planung zu den Baufeldern nördlich und südlich des geplanten Tschira- Hochhauses im Mittelpunkt der weiteren Überlegungen. „Ein Architekturwettbewerb muss jetzt zumindest für die vom KIT selbst gebauten Gebäude sein. Und in Richtung Stadtplanungsamt sage ich: Zukünftig müssen bei solch anspruchsvollen Flächen, hier sogar ein Stadteingang, städtebauliche Wettbewerbe die Regel sein“, stellt Lüppo Cramer, Kult-Vertreter im Planungsausschuss, klar. Wohlfeil ergänzt: „Alle Beteiligten sollten sich jetzt die Zeit nehmen, auch mal um die Ecke zu denken: Studierendenwohnheime in den oberen Etagen der potentiellen Neubauten und eine Zentralisierung von KIT-Gebäuden auf dem Kern-Campus Süd sollten bedacht werden.“

Das KIT habe jetzt die Möglichkeit, Lösungsideen für das Erhalten und Einbinden des Botanischen Gartens in sein zukünftiges Bauvorhaben zu entwickeln. Stadtrat Cramer (KAL) bekräftigt: „Das Zeitfenster für den Erhalt des Botanischen Gartens des KIT auch als grüne Oase für Bürgerinnen und Bürger hat sich mit dem Teilrückzug der Tschira-Stiftung geöffnet. Diese Chance müssen die Verantwortlichen jetzt nutzen!“

 

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