Emissionsfreie Paketzustellung in der Karlsruher Innenstadt

Emissionsfreie Paketzustellung in der City

Lebensqualität in der Stadt verbessern / Steigendem Lieferaufkommen gerecht werden

Karlsruhe, den 2. März 2017

Die Kult-Fraktion setzt sich für eine emissionsfreie Paketzustellung in der zentralen Karlsruher Innenstadt ein. „Die steigenden Paketmengen ließen sich dank Elektrofahrzeugen ohne Lärm und Abgase zustellen“, stellt Kult-Stadtrat Michael Haug (Karlsruher Liste) das Ziel des Antrags seiner Fraktion dar. In Karlsruhe setzt bisher nur UPS einige Elektro-Transporter neben Dieselfahrzeugen ein. In Bonn, Hamburg, Köln, aber auch Stuttgart liefert die Deutsche Post DHL Group die Pakete bereits „elektrisch“ aus. „Wir wollen, dass zukünftig alle in Karlsruhe tätigen Paketzusteller Elektro- oder Hybridfahrzeuge verwenden. Eine freiwillige Selbstverpflichtung der Paketdienste wäre uns dafür am liebsten“, beschreibt Haug die Richtung des Kult-Antrags, da es keine gesetzliche Verpflichtung für E-Lieferfahrzeuge in Innenstädten gibt.

Haug freut sich über Verkehrsminister Winfried Hermanns jüngst geäußertes Lob, Karlsruhe sei heute die erste deutsche Großstadt, die durch eine nachhaltige Verkehrspolitik bei den Stickoxiden die Grenzwerte einhalte könne. Darüber hinaus sei auch Feinstaub in Karlsruhe kein Thema mehr. Kult bewertet Hermanns Äußerungen so: Auf diesen Lorbeeren dürften sich die Verkehrsplaner nicht ausruhen. Denn es ist noch mancher Schritt für eine leise, abgas- und CO2-arme Zukunft zu tun. „Pendler, die sich für Stadtbahn oder Pedelec entscheiden, statt auf Straßen und Rheinbrücken zu stehen und zu stinken, dazu innerstädtische Lieferdienste elektrisch – so sollte das laufen!“, erklärt Kult-Stadtrat Uwe Lancier (Piraten), der selbst ein E-Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit benutzt. Im VBK-Aufsichtsrat setzt er sich ebenfalls für elektrische Mobilität ein: in Form eines dichten und zuverlässigen Takts der Stadt- und Straßenbahnen.

Auch die Stadt Karlsruhe und ihre Tochterunternehmen müssten mit gutem Beispiel vorangehen, ist sich Kult sicher. Hierzu gehöre vordringlich der Aufbau einer elektrisch angetriebenen Fahrzeugflotte mit E-Bikes, E-Rollern und E-Pkw; dazu die nötige Infrastruktur zum Laden. Die Fraktion erinnert an den entsprechenden Antrag der Karlsruher Liste zum Doppelhaushalt 2013/2014. Kult stellte den Antrag 2015 erneut – mit Zustimmung einer breiten Mehrheit im Gemeinderat. Fazit von Kult: E-Mobilität, auch bei Paketzustellern, bringt Karlsruherinnen und Karlsruhern mehr Lebensqualität in einer emissionsarmen Innenstadt und hilft dem Klimaschutz.

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