Raumbedarf für das Jugendorchester / Erweiterung des Raumprogramms für das neue KONS

Raumbedarf für das Jugendorchester / Erweiterung des Raumprogramms für das neue KONS

Ergänzungs-Antrag TOP 19 GR vom 25.07.2017

  1. Die Stadtverwaltung stellt zügig die ihr bekannten Daten und Informationen für die Erweiterung des Raumprogramms für das neue Badische Konservatorium um einen Anbau zusammen: Nutzen und Kosten (Invest, Betrieb), mit langfristigem Blick auf die Nutzerinteressen von KONS und Jugendorchester JOK.
    Für den Anbau werden dabei zwei Alternativen betrachtet:
    a) kleine Lösung nur mit dem bekannten Raumbedarf des JOK
    b) Bedarf JOK plus weitere Räume aus der ursprünglichen Planung für das KONS.
  2. Die Stadtverwaltung stellt die ihr bekannten Daten und Informationen für die Räume im 2. OG des Tempel zusammen, mit Blick auf eine übergangsweise und eine Langfrist-Eignung als Domizil des JOK.

In die Zusammenstellung von Daten und Informationen sind die zukünftigen Nutzer einzubinden, einschließlich deren Bewertung der einzelnen Optionen. Das Ergebnis verschickt die Stadtverwaltung baldmöglichst an die Gemeinderatsgruppierungen und stellt wegen der Dringlichkeit die Ergebnisse im nächsten Gemeinderat nach der Sommerpause vor.

Sachverhalt / Begründung:

Badisches Konservatorium und Jugendorchester Karlsruhe sind für die Karlsruher Musik- und Bildungslandschaft von besonderem Wert; siehe auch Kulturkonzept 2025 und ISEK 2020.

Das neue Gebäude soll dem KONS auf lange Sicht Entwicklungsraum bieten. Ursprünglich war daher ein Erweiterungsbau mit großem Saal auf dem rückwärtigen Areal der Dragonerkaserne geplant. Der Kostenrahmen für den Anbau liegt nach Verwaltungsangaben bei rund sechs Mio. Euro.

Die aktuelle verfolgte Planung sieht im Gegensatz zu allen früheren Planungen für ein zukunftsorientiertes KONS-Gebäude (Bsp. Wettbewerb „Umnutzung Gartenhalle“) keinen Anbau vor. Damit stände zukünftig auch nur ein Konzertsaal zur Verfügung. Dazu zwei Zitate aus den Stellungnahmen zu Anträgen CDU/GfK: „Der bisher einzige Saal im zukünftigen KONS wird mit 150 Klassenvorspielen, 40 öffentlichen Veranstaltungen und 120 Ensembleproben im Jahr durchgängig von montags bis freitags durch das KONS genutzt.“. „(Der Veranstaltungssaal) … wird … zu mehr als 100% ausgelastet sein.“

Auch das Karlsruher Jugendorchester (JOK) sucht dringend Räume, um dauerhaft den Betrieb aufrechterhalten zu können: Saal für die Orchestergesamtproben und für den Schlagzeugunterricht (Mi. ab 18 Uhr, Do. ab 14 Uhr, Fr. ab 17.30 Uhr), drei Unterrichtsräume für den Einzelunterricht (nachmittags von Di. bis Fr.), Lagerräume.

Für die Proben des JOK schlägt die Stadtverwaltung ab nächstem Jahr Räume im 1. OG des Tempels vor. Deren langfristige Eignung und Sinnhaftigkeit für diesen Zweck (akustisch, didaktisch, vom Umfeld her; gäbe es alternative Nutzungen mit Bezug zum Tempel-Konzept) ist für den Gemeinderat derzeit nicht zu überblicken, ebenso wenig wie die langfristige finanzielle Belastung. Klar ist nur, dass der Standort Tempel für die Kinder und Jugendlichen des JOK nur beschränkt erreichbar ist: Entfernung zum ÖPNV, weite Anfahrt aus östlichen, südlichen und nördlichen Stadtteilen – im Gegensatz zur Dragonerkaserne.

Daher sollte der Gemeinderat aufgrund klarer Fakten und mit klaren Bewertungen der potenziellen Nutzer KONS und JOK entscheiden, ob die Planung für das neue KONS mit einem Anbau samt zweitem Saal und weiterer Proberäume die Bedarfe beider Institutionen bedienen kann. Die Synergien scheinen offensichtlich: Die Ansprüche an Akustik, Raumgrößen, Lehrvoraussetzungen etc. sind für beide Institutionen etwa gleich. Eine Win-Win-Situation für sowohl KONS als auch das Jugendorchester zeichnet sich ab. Das Jugendorchester gewinnt eine dauerhafte Heimat für Proberäume und eine Spielstätte, das KONS erhält einen weiteren, zeitweise nutzbaren Saal, ggf. sogar zusätzliche Unterrichtsräume.

Die Unterbringung des Jugendorchesters im Tempel oder in anderen geeigneten Räumen (vgl. Vorlage im Kulturausschuss vom 19. Juli) wäre dann nur eine Übergangslösung, da das JOK auf neue Räume ab Juli/August 2018 angewiesen ist. Die Bauzeit im Tempel wird auf ein Jahr geschätzt.

Unterzeichnet von:

Erik Wohlfeil
Max Braun
Lüppo Cramer
Michael Haug
Uwe Lancier

Antragsverlauf

07.07.2017
Antrag
25.07.2017
Stellungnahme der Verwaltung
25.07.2017
Beschluss des Gemeinderates
Zur Kenntnis genommen

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