Kulturnutzung in Gewerbe- und Industriegebieten ermöglichen

Kulturnutzung in Gewerbe- und Industriegebieten ermöglichen

Antrag

Die Stadt Karlsruhe sucht nach einer Möglichkeit, kulturelle Nutzungen in Industrie- und Gewerbegebieten grundsätzlich zu ermöglichen. Es wird geprüft, ob Regelungen in Bebauungsplänen oder Baunutzungsverordnungen entsprechend angepasst werden können.

Sachverhalt / Begründung:

Die Stadt Karlsruhe zeichnet sich durch ein vielfältiges kulturelles Angebot aus. Neben etablierten Institutionen wie dem Staatstheater, dem ZKM, dem Tollhaus oder Substage findet sich in Karlsruhe eine innovative, junge Kulturszene.

Allerdings klagt die Kulturszene in Karlsruhe über fehlende Räume für dauerhafte wie temporäre Nutzungen. Die Kreativen suchen Lösungen – und finden sie immer wieder in Räumlichkeiten in Industrie- und Gewerbegebieten. Hier stören laute und raumgreifende Nutzungen keine Anwohner. Zudem beleben sie die am Wochenende „toten“ Gebiete. Allerdings: In diesen Gebieten dürfen sie nach geltenden Vorschriften nicht bleiben. Ein bekanntes Beispiel ist die „Halle 14“, die sich erfolgreich im Rheinhafen etabliert hatte, hier aber wieder gehen musste.

Das Ergebnis der Raumnot sei oft, dass junge Kulturschaffende Karlsruhe letztlich verlassen, heißt es aus der Kulturszene. Ein Verlust für eine bunte und weltoffene Stadt wie Karlsruhe.

Um Kultur Raum für temporäre und dauerhafte Nutzungen zu geben, sollten die Nutzungsregelungen für Industrie- und Gewerbegebiete überarbeitet werden.

Unterzeichnet von:

Erik Wohlfeil
Max Braun
Lüppo Cramer
Michael Haug
Uwe Lancier

Antragsverlauf

28.03.2017
Antrag
25.04.2017
Stellungnahme der Verwaltung
PDF Download
25.04.2017
Beschluss des Gemeinderates
 Beitragsbild: CC0 License Unsplash via Pixabay.com

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