StadtZeitung: Flächennutzungsplan: Kleingärten schützen

Flächennutzungsplan: Kleingärten schützen

Im Rahmen der Fortschreibung des Flächennutzungsplans (FNP) 2030 will die Stadtverwaltung mehrere Kleingartenflächen umwandeln – ersatzlos.

Bisher sind diese Areale als schutzbedürftige Bereiche für Erholung sowie als regionaler Grünzug gekennzeichnet; jetzt sollen sie in Bauland umgewidmet werden. KULT sieht diesen Vorstoß der FNP-Planungsstelle sehr kritisch. Daher setzt sich meine Fraktion mit einem Gemeinderatsantrag dafür ein, dass die Stadt Karlsruhe von dieser Planung Abstand nimmt. Unsere Vorschläge für mehr Wohnungsbau sehen anders aus. Zum Ersten sind wir von KULT überzeugt, dass vorrangig bestehende Baulücken im Stadtgebiet genutzt werden sollen. Zweitens kann man an manchen Stellen höher und Dachgeschosse ausbauen. Drittens gibt es besser geeignete leere Flächen; vor allem solche, die sich effektiver nutzen lassen.

Kleingärten und andere Grünflächen sind dagegen immens wichtig für die Lebensqualität! KULT sieht sie als unverzichtbar für die Karlsruher Stadtgesellschaft. Sie haben wichtige Funktionen in Klima, Ökologie, Integration und Erholung einer lebenswerten Stadt. Aus diesen Gründen dürfen bestehende Kleingartenflächen nicht einfach bebaut werden. Sobald eine effektive Nutzung vorhandener Flächen tatsächlich nicht mehr genügt, schlagen wir vor, dass die Stadt ein Programm im FNP für neue Kleingartenflächen auflegt – erst dann mag der Gemeinderat in zu prüfenden Einzelfällen über die Umnutzung und Verlegung bestehender Kleingärten nachdenken.

Mein abschließender Tipp: Erleben Sie die Vielfalt und Schönheit Karlsruher Kleingärten bei einem herbstlichen Spaziergang.

Uwe Lancier
Stadtrat KULT-Fraktion

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