StadtZeitung: Mehr Straßensozialarbeit am Werderplatz

Werderplatz: mehr Straßensozialarbeit

Die Südstadt ist ein lebendiger, multikultureller, weltoffener Stadtteil. Und sicher. Allerdings treten soziale Probleme offener zu Tage als an anderen Stellen und kulminieren aktuell am Werderplatz.

Rund um den Indianerbrunnen haben sich Gruppen von Drogenabhängigen und Alkoholkranken eingerichtet. Die Szene hat sich in den letzten fünf Jahren vergrößert. Und obwohl der kommunale Ordnungsdienst (KOD) fast jeden Tag am Werderplatz aktiv ist, hat sich das subjektive Sicherheitsgefühl der Anwohnerinnen und Anwohner verschlechtert. Gründe?

Repressive Kontrollen können die Situation nicht verbessern. Höchstens findet eine Verlagerung in andere Stadtteile statt. Um eine nachhaltige Verbesserung der Situation rund um den Werderplatz zu erreichen, bedarf es vor allem mehr Sozialarbeiter. Schon einmal gelang denen die Integration der Gruppen am Indianerbrunnen ins Stadtteilleben. Sie knüpften enge Kontakte zu den Menschen und schafften es, dass sich diese Gruppe selbst Regeln aufstellte – ein Erfolgsprojekt. Das kann jetzt erneut gelingen.

Obgleich die Ausgangslage schwieriger geworden ist: Immer mehr „Problemfälle“ unserer Gesellschaft drängt es in die Südstadt. Wir von KULT sehen daher Straßensozialarbeit als unverzichtbar an. Die Kürzungen im Rahmen des Haushaltsstabilisierungsprozesses dürfen hier nicht zu Stellenabbau führen. Vielmehr heißt es: Hilfe für die Schwachen ausbauen! Die eine Stelle in der Südstadt, die aktuell nur zu 75 Prozent besetzt ist, reicht keineswegs aus: Aufstocken statt kürzen! Wir von KULT wollen die lebenswerte und sichere (Süd-)Stadt. Zugespitzt: Straßensozialarbeit statt Kommunaler Ordnungsdienst.

Max Braun
Stadtrat KULT-Fraktion

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