StadtZeitung: Karlsruher Pass und Kinderpass nicht kürzen

Karlsruher Pass nicht kürzen!

Der Karlsruher Pass und der Kinderpass sind beispielhaft, werden bundesweit als Vorbild genannt und nachgeahmt. Kein Wunder: Befinden wir uns doch in einer Zeit, die uns vor Augen führt, wohin es führen kann, wenn die Gesellschaft Kinder und Jugendliche, besonders aus finanzschwachen Familien, alleine lässt und sie nicht an gesellschaftlichen Bildungs- und Freizeitangeboten teilhaben lässt. Daher lehnt die KULT-Fraktion eine Leistungskürzung beim Karlsruher Pass und Kinderpass ab.
Leider hat sich am 26. Juli eine „Koalition“ von CDU, FDP und SPD gefunden, die zum Kürzen bereit war. Besonders die Abschaffung des kostenlosen Zoo-Eintritts mit der Begründung einer überproportionalen Inanspruchnahme empfinden wir als blanken Hohn. Denn warum wird dieses Angebot so intensiv genutzt? Weil für die meisten Pass-Besitzer der Besuch des Zoos wie ein Urlaub ist, den sie sich sonst kaum leisten können.
Wer dieses wichtige Mittel zur Armutsbekämpfung schwächt, handelt weder „christlich“, noch „sozial“. Und es sind die gleichen, die eine Woche zuvor bei der Wildpark-Entscheidung kein Problem hatten, dem KSC weiterhin 2,4 Millionen Euro Mietschulden großzügig zu stunden. Die Großen schonen, die Kleinen beuteln, so lässt sich keine ausgewogene Politik machen.
Die KULT-Fraktion hat beim Haushaltsstabilisierungsprozess erklärt: Wir werden die Schwachen im Auge behalten. Denn bei Ausgaben für Kinder und Jugendliche zu sparen, heißt in eine düstere Zukunft zu investieren. Kürzungen im sozialen Bereich sind oft Bumerang-Kürzungen: Das hier gesparte Geld wird später doppelt benötigt. Daher sagt KULT: Statt zu kürzen das Angebot aufstocken, den Pass aufwerten!
Lüppo Cramer

KULT-Fraktionsvorsitzender

 

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